Aufbau Skateboard

Grob gesehen, besteht ein Skateboard aus drei wesentlichen Teilen: dem Deck, zwei Achsen sowie vier Rollen. Gute Decks bestehen zumeinst aus siebenfach verleimten Ahornholzschichten und weisen dabei im Querschnitt eine konkave Form auf sowie Aufbiegungen an beiden Enden im Längsschnitt. Das vordere Ende, auch Nose genannt, läuft im Gegensatz zum Tail eher spitz zu. Boards sind in der Regel 77cm lang zwischen 20cm und 25cm breit, je nach Schuhgröße sollte hier gewählt werden. Auf das Deck ist ein Griptape aufgeklebt, eine rutschfester Belag, der für Halt auf dem Brett sorgt. Griptape ist in verschiedenen Designs und mit verschiedener Körnung erhältlich.

In den Achsen oder Trucks sieht man die gesamten Gebilde, die die Räder mit dem Deck verbinden. Die hochwertigeren Modelle bestehen dabei aus Aluminium oder einer Magnesium-Gusseisen-Verbindung. Einzig die Rollenachsen selbst sowie ein Verbindungsstift bestehen aus Stahl. Der Hanger, der Teil der Achse, an dem die Wheels befestigt werden, ist am Verbindungsstift dreh- und neigbar gelagert und mit der Grundplatte der Achse verbunden. Diese Konstruktion macht das Lenken durch seitliche Gewichtsverlagerung möglich. Die Wheels müssen immer auf die Breite des Skateboards abgestimmt sein und mit den Seitenkanten abschließen.

Allgemein bestehen sie aus Polyurethan, Unterschiede gibt es allerdings in Form, Größe, Breite und Härtegrad. Sie müssen je nach bevorzugter Fahrweise, Bodenbelag und Verwendungszweck ausgewählt werden. Die genannten Größen bestimmen auch die Laufeigenschaften der Rollen. Mit größeren Wheels sind größere Geschwindigkeiten möglich, Unebenheiten werden besser weggesteckt. Kleinere Wheels sind hingegen besser für engere Kurven und für Tricks geeignet. Breitere Wheels haben eine bessere Bodenhaftung, damit allerdings auch mehr Rollwiderstand als schmalere. Harte Wheels sind schneller und halten länger, während weichere Wheels bessere Bodenhaftung bieten und etwas leiser laufen. Sie werden meist auf der Straße genutzt, während die harten Wheels eher in Skateparks, Halfpipes und auf Beton- und Holzbelägen Verwendung finden. Für das reibungslose Laufen sorgen in jedem Rad zwei Kugellager. Aus hochwertigen Teilen zusammengestellte Profiboards liegt der preis 100 Euro und mehr, Komplettboards sind schon zwischen 20 und 50 Euro zu haben, die Qualität ist dabei allerdings meist ein wenig minderwertiger.