Freestyle
Freestyle – wonach einem auch ist
Als wahrscheinlich ältester Stil des Skateboardens war freestyle skateboarding, auch freestyle genannt, von den Sechzigern bis zu den frühen Neunzigern populär. Zwischen 1992 und 2000 fand dann allerdings wieder kein einziger Wettbewerb statt. Das Augenmerk liegt beim Freestyle auf technisch anspruchsvollem flat ground Skateboarden. Der Freestyler benötigt also eigentlich nicht mehr als das Board und einen flachen, gleichmäßigen Untergrund. Musik und Choreographie waren dabei schon immer ein essentieller Bestandteil einer professionellen Freestyle Routine. In den 1950er-Jahren war Freestyle eine konsequente Weiterentwicklung des Surfens bzw. der fehlenden Möglichkeit dazu. Surfer imitierten auf ihren Skateboards einfach ihre normalen Bewegungsabläufe, wenn keine Wellen vorhanden waren. In den Sechzigern wurden viele Freestyle-Tricks aus der Gymnastik und dem Tanzen abgeleitet. In den 80ern entwickelte sich Freestyle mehr in die Richtung von technisch anspruchsvollen, flüssigen und kreativen Bewegungen. Einflussreiche Freestyler dieser Ära waren unter anderem Rodney Mullen, Joe Humeres und Per Welinder. Freestyle veränderte sich in den 1980er-Jahren signifikant, als so genannte Ollies und auf Ollies basierende Flip-Tricks erfunden und in die Disziplin eingeführt wurden.
1995 startete der professionelle Freestyler Stefan “Lillis” Åkesson ein internationales Netzwerk für Flatland Freestyle Skateboarding (INFFS). Auf der ganzen Welt merkten Freestyler so, dass sie doch keine Verfechter einer ausgestorbenen Sportart waren und konnten sich nun wie nie zuvor untereinander in Verbindung setzen und austauschen. Im Jahr 2000 wurde schließlich die World Freestyle Skateboard Association WFSA ins Lebengerufen: der Weltverband der Freestyler mit Åkesson als Mitbegründer. Dies sorgte wieder für vermehrtes Interesse an der Sportart, obwohl ein Großteil der Skateboard-Medien sich immer noch auf Street und Vert fokussiert. Magazine, die sich auch mit alternativen Disziplinen wie Slalom und Longboarding beschäftigen, zeigen inzwischen allerdings mehr und mehr reges Interesse an den verschiedenen Aspekten des Freestyles. Zum Teil wurde Freestyle mit Street Skateboarden fusioniert, vor allem durch Rodney Mullen.
Video zu Freestyle-Skating
