Snakeboard
Auf dem Brett anschleichen: das Snakeboard
Ein Snakeboard ist 1989 von James Fisher und Oliver Macleod Smith erfundenes Board, das sich aus dem Skateboard entwickelte, allerdings auch von Elementen des Snowboards und Surfboards beeinflusst wurde. Snakeboards bestehen aus einer zentralen Achse, auf der zwei schwenkbare Fußplatten angebracht sind. Räder werden über Achsen, ähnlich denen eines Skateboards, an die Fußplatten angebracht. Der Fahrer steht dabei mit jeweils einem Fuß auf jeweils einer Platte. Diese lassen sich durch eine Art Lenkbewegung gegenüber dem Mittelteil verdrehen. Durch rhythmisches Zu- und Auseinanderbewegen der Füße und gleichzeitiges Drehen des Oberkörpers setzt man das Board in Bewegung und lenkt dabei nur mit dem Körpergewicht. Die Bewegungen des Boards ähneln denen einer Schlange, daher auch der Name. Snakeboards können auf verschiedenstem Untergrund fahren und sogar bergauf kommen, ohne dass die Füße den Boden berühren. Auf flacher Strecke sind Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h möglich. Seit 2000 wird der Sport offiziell Streetboarding genannt und das Board dementsprechend als Streetboard bezeichnet.
Erfunden wurde das Snakeboard in Johannesburg, der größten Stadt Südafrikas, von zwei Studenten. Sie suchten nach einer Art Board, mit dem wie mit einem Snowboard auch an steilen Straßen das Abbremsen durch das Fahren von Kurven möglich wäre. Die beiden Studenten patentierten den Grundaufbau und gründeten schnell eine Firma namens Snakeboard. Da sie zu der Zeit quasi ein Monopol hatten, setzte sich auch der Name Snakeboarding durch. Nachdem es allerdings nacheinpaar Jahren zu Absatzproblemen kam, wurde die Firma an einen englischen Spielwarenhersteller verkauft. Der neue Besitzer MV Sports stellte die Produktion ein. Trotzdem gibt es den Sport auch heute noch mit weiterentwickelten Boards. Alle Rechte liegen inzwischen bei einer amerikanischen Firma namens Dimension Streetboards.
